In den letzten Wochen wurden in verschiedenen Kantonen Fälle der viralen hämorrhagischen Krankheit bei den Kaninchen (VHK) gemeldet. Im Kanton Luzern sind bis jetzt keine Fälle bekannt.
Die VHK ist eine akute Viruserkrankung der Wild- und Hauskaninchen, ist sehr ansteckend und mit meist tödlichem Ausgang. Es gibt 2 Virus-Varianten von VHK. Beide treten in der Schweiz unregelmässig auf. Betroffene Tiere zeigen oft Apathie, Fieber, Atemnot, Koordinationsstörungen und Zittern. Kurz vor dem Tod treten Krämpfe und bei einem Teil der Tiere Blutungen aus der Nase auf. Die Verbreitung erfolgt vor allem durch direkten Kontakt (Ausstellungen!) oder indirekt durch virushaltige Sekrete, Kot und Harn (kontaminiertes Futter, Einstreu, Haare usw.)
Die Impfung ist in der Schweiz zugelassen und wird als Notfallmassnahme in verseuchten Gebieten sowie als Vorbeugung in Beständen mit Ausstellungstieren empfohlen. Der eingesetzte Impfstoff muss jedoch gegen beide Krankheitserreger gerichtet sein, da Antikörper gegen VHK-1 nicht gegen VHK-2 wirken und umgekehrt. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Stand: 28.04.2026