Tierärzte

Berufsausübungsbewilligung

Unter eigener fachlicher Verantwortung und gewerbsmässig tätige Tierärzte benötigen eine Berufsausübungsbewilligung des Veterinärdienstes. Dem Gesuch sind beizufügen:

  • das Diplom
  • bei ausländischen Diplomen zusätzlich die Anerkennung der Medizinalberufekommission 
  • ein Lebenslauf
  • ein aktueller Auszug aus dem Zentralstrafregister 
  • Unterlagen über eine genügende Berufshaftpflichtversicherung
  • die Praxis- oder Betriebsadresse

Der Veterinärdienst kann weitere Unterlagen verlangen. Zur Führung der Privatapotheke ist zusätzlich eine Detailhandelsbewilligung notwendig.

Beim Vorhandensein einer ausserkantonalen Berufsausübungsbewilligung

wird die Berufsausübungsbewilligung vom Kanton Luzern kostenlos ausgestellt. In diesem Fall sind dem Gesuch beizufügen:

  • Kopie der bestehenden ausserkantonalen Berufsausübungsbewilligung sowie eine Unbedenklichkeitserklärung des entsprechenden Kantons
  • ein Lebenslauf

Stellvertreter- und Assistentenbewilligung

Als Stellvertreter oder als Assistent wird zugelassen, wer die Voraussetzungen zur fachlich selbständigen Berufsausübung in einem universitären Medizinalberuf erfüllt.

Zweigpraxis

Tierärzte mit Berufsausübungsbewilligung können mit Bewilligung des Veterinärdienstes eine Zweigpraxis führen. Sie müssen die Zweigpraxis persönlich führen.

90-Tage Dienstleistungserbringer: Meldepflicht

Als 90-Tage Dienstleistungserbringer meldepflichtig ist:

  • Tierärzte mit Berufsausübungsbewilligung eines anderen Kantons, deren berufliche Tätigkeit im Kanton Luzern 90 Tage pro Kalenderjahr nicht übersteigt. Sie haben eine Kopie der Berufsausübungsbewilligung und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der ausstellenden Behörde einzureichen. 
     
  • Angehörige ausländischer Staaten, die aufgrund staatsvertraglicher Bestimmungen während längstens 90 Tagen pro Kalenderjahr einen universitären Medizinalberuf in der Schweiz ohne Bewilligung selbständig ausüben dürfen. Ihre Berufsqualifikation wird nachgeprüft.

Der Beruf darf erst ausgeübt werden, wenn der Veterinärdienst die Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen bestätigt.