Ausfuhr Tiere und Tierprodukte

Wer lebende Tiere, tierische Nebenprodukte oder Waren tierischer Herkunft exportieren will, muss sich über die geltenden Importbedingungen im Bestimmungsland informieren.

Detaillierte Informationen zur Ausfuhr von Tieren und tierischen Produkten in die EU finden Sie beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV - Ausfuhr.

Exportzeugnisse für Tiere und tierische Produkte

Für die Ausfuhr vieler Tiere und ausgewählter tierischer Produkte in die EU sind vom amtlichen Tierarzt ausgestellte Gesundheitszeugnisse notwendig. Innerhalb der EU sind die Zeugnisse standardisiert und werden in der Regel im elektronischen Informationssystem TRACES ausgestellt. Verschiedene Betriebe benötigen eine gültige Betriebsbewilligung nach CH-Recht, um in die EU exportieren zu können. 

Bei Exporten in Länder ausserhalb der EU muss sich der Exporteur beim Bestimmungsland erkundigen, welche Bewilligungen und amtlichen Zeugnisse notwendig sind. Oft sind vorgängig spezifische Untersuchungen notwendig, weshalb im Vorfeld eines Exports stets genügend Zeit einzuplanen ist.

Exportzeugnisse für Milch und Milchprodukte

Hier finden Exporteure von Milch- und Milchprodukten die "Liste der validierten Gesundheitsbescheinigungen und zusätzlicher Bescheinigungen" für den Export in Drittländer. Das entsprechende Zeugnis muss beim Veterinäramt Luzern beantragt werden. Für den Export von Lebensmitteln in die EU sind keine Veterinärzeugnisse mehr notwendig.

Sollten Sie das Zeugnis für Ihre Bedürfnisse auf der Liste nicht finden, erkundigen Sie sich im Bestimmungsland über die Zeugnisanforderungen und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir prüfen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV ob ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt werden kann.

Liste der validierten Gesundheitsbescheinigungen und zusätzlicher Bescheinigungen 

Exporte rechtzeitig beim Veterinärdienst anmelden

Melden Sie die geplante Ausfuhr von Tieren, für welche Exportzeugnisse notwendig sind, rechtzeitig, d.h. bis 1 Woche vor dem geplanten Termin, spätestens aber 48 Stunden vor dem geplanten Termin beim Veterinärdienst. Bei der Ausfuhr in Drittländer können je nach Anforderungen des Bestimmungslandes wesentlich längere Vorlaufzeiten notwendig sein. Durch rechtzeitige Klärung der Anforderungen und Anmeldungen beim Veterinärdienst vermeiden Sie unliebsame Überraschungen und Verzögerungen. Verspätet gemeldete Exporte werden zusätzlich mit einer Expresspauschale belastet. Wird der Export weniger als 24 Stunden vor dem Abreisetermin gemeldet, kann der Veterinärdienst die rechtzeitige Bearbeitung nicht mehr garantieren.  

Beachten Sie auch die zoll- und landwirtschaftsrechtlichen sowie die artenschutzrechtlichen Anforderungen.